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Stefan Faulhaber und Lars Heisel Tagesschnellste

Lars Heisel

Foto: Tagesschnellster Lars Heisel

Mit Spannung wurde der Saisonabschluss der Deutschen Automobil-Slalom Meisterschaft und der Deutschen Automobil-Slalom Team-Meisterschaft erwartet. Zwar war auf den vorderen Plätzen noch alles offen, aber trotzdem glaubte niemand, dass einer der Favoriten seiner Rolle nicht gerecht werden sollte.

Am Samstag war das Wetter nun alles andere als einladend. Die Strecke war nass, hatte jedoch guten Grip, so dass man am Start die Fahrzeuge mit unterschiedlichster Bereifung von Slick über Intermediate bis zum reinen Regenreifen sehen konnte. Einsetzender Regen und starker Wind machte dann auch den Zuschauern und Streckenposten das Leben schwer. Letztendlich wurde der Wind so stark, dass er das Verpflegungszelt total zerstörte.
Sportleiter Bernd Schneider und Rennleiter Dieter Boss entschieden sich trotz des schlechten Wetters für die Durchführung von 3 Wertungsläufen, was sich am Ende des Tages mit einer exakten Einhaltung des Zeitplans auch als richtige Entscheidung herausstellte.
Die seriennahe Gruppe G startete zuerst und hatte mit einigen Wetterkapriolen ihre Probleme.
In der Klasse G6 überraschte Erich Weghorn (Opel Corsa) aus Fürth mit seinem Sieg über Heinz Jabs (VW Golf) und Robert Keim (VW Polo). Keim, dem alle die besten Siegchancen prognostizierten, patzte im ersten Wertungslauf und verlor so wichtige Punkte für die Team-Meisterschaft.
In der G5 wurde Dirk Schäfertöns aus Detmold (BMW 316i) seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit über 12 Sekunden Vorsprung vor Björn Möller und Bernhard Sievers (beide BMW 316i). Somit holte er für sein Team ADAC Ostwestfalen-Lippe wichtige Punkte.
Nachdem in der ersten Startgruppe so gut wie keine Strafpunkte vergeben wurden, flogen nun in den Klassen G3 und G2 haufenweise Pylonen. Nachdem Rainer Schilling alle 8 Vorläufe zur DM gewinnen konnte, setzte er sich auch hier durch und gewann die Klasse G3 vor Mike Röder und Thomas Schwab (alle BMW 318is). Somit wahrte Schilling noch alle Chancen für den Einzeltitel der DM, doch aus eigener Kraft konnte er den Titel nicht gewinnen. Verlierer dieser Klasse war sicherlich Hans-Martin Gass, der den Allrad-Vorteil des Audi TT quattro nicht ausnutzen konnte und mit einem Dreher und einer Menge Strafsekunden keine Chance mehr auf einen vorderen Platz hatte.
Die Spannung in dieser Startgruppe lag jedoch bei einem Duell in der Klasse G2. Hier konnten noch zwei Fahrer Meister werden und mussten nun im direkten Kampf gegeneinander antreten. Dominik Thiemann aus Lemgo (BMW 328i) siegte in der Klasse vor seinem direkten Konkurrenten Reinhard Nuber aus Isny (BMW 325i) und Nico Düe (BMW 323i). Thiemann baute so nicht nur seinen Vorsprung in der Einzelwertung aus, sondern nahm auch als Fahrer des Teams ADAC Ostwestfalen-Lippe dem Racing Team "Schöne Aussicht" wertvolle Punkte ab.
Ebenfalls die volle Punktzahl und einen weiteren Klassensieg für das Team ADAC OWL sicherte sich in der Klasse F8 Tobias Beerensmeyer aus Detmold (Opel Corsa) trotz eines Pylonenfehlers vor Hartmut Grebe (Ford Fiesta).
In der F9 siegte Björn Dau (Honda CRX) klar vor Christian Naumann (BMW 316i). In der 2-Liter-Klasse F10 setzte sich Waldemar Bätzel aus Siegen mit seinem frontgetriebenen Peugeot 206 RC trotz Pylonenfehlers gegen die Hecktriebler Ingo Gutmann (BMW FUNis) und Robert Firsching (BMW 320is) durch. Die Klasse F11 über 2 Liter wurde deutlich von Jörg Kuhn aus Neustadt mit seinem bärenstarken BMW M3 E46 vor Hermann Wutz (BMW M3 E30) und Reiner Krug (BMW M3 E36), der sich 12 Strafsekunden leistete, gewonnen. 
Als nun die modifizierten Fahrzeuge der Gruppe N/F2005 durch waren, hatte die Gruppe H, in der die stärksten Modifikationen erlaubt sind, die besten Wetterbedingungen und so wurden die Zeiten immer schneller.
Nachdem in der Klasse H12 Günter Scheiderer mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, die schließlich auch seinen Start am zweiten Tag verhinderten, gewann Markus Spöri aus Freiamt die Klasse deutlich auf seinem Suzuki Swift 4WD. In der H13 hagelte es nur so Strafsekunden und so konnte sich Thomas Weißbeck aus Treuchtlingen (Opel Kadett C) trotz 24! Strafsekunden noch den Klassensieg sichern.
In der "Königsklasse" H14 bis 2 Liter kämpfte nun auch wieder ein Fahrer mit, der noch den Einzeltitel in der DM gewinnen wollte: Lars Heisel, der frisch gekürte Deutsche Rennslalom-Meister. An diesem Tag musste er sich jedoch Stefan Faulhaber aus Brühl geschlagen geben. Auf dem dritten Platz landete Uwe Wenzel (alle Opel Kadett C). Da in der H15 Roland Abel der einzige Starter war, sicherte er sich somit auch in der Klasse den Klassensieg.
Den tagesschnellsten Einzellauf fuhr Stefan Faulhaber mit 1:19,17.

Die Siegerehrung des ersten Tages fand dann mit gemütlichem Beisammensein in Erlensee in der Fallbachhalle statt.

Auch am Sonntag war die Strecke durch nächtlichen Regen anfangs noch nass, trocknete aber schnell ab.
An diesem Tag lief für Robert Keim alles perfekt und somit konnte er für sein Team wertvolle Punkte durch seinen Klassensieg in der G6 holen. In der G5 bestätigte Dirk Schäfertöns erneut seine Leistung vom Vortag mit einem Sieg. Auf dem zweiten Platz landete diesmal Karl-Ernst Bartel auf VM Polo. In der Klasse G3 holte sich Reiner Schilling seinen 10. Sieg im 10 Rennen, was ihm wegen weniger Startern in seiner Klasse in den Vorläufen aber trotzdem nicht zum Meistertitel reichen sollte. Thomas Schwab konnte an diesem Tag nach einem Dreher nicht um die vorderen Plätze kämpfen, ebenso wie Hans-Martin Gass, der mit der Strecke erneut nicht zurecht kam und zudem noch eine Runde zuviel fuhr. Platz 2 belegte Andre Scheer, dritter wurde Torsten Kanis.
Nun ging es um die Entscheidung. Nuber gegen Thiemann. Zwar sicherte sich Reinhard Nuber den Klassensieg der G2 vor Dominik Thiemann und Werner Euringer, doch der zweite Platz reichte Thiemann, um die letzten Punkte zum Gewinn der Meisterschaft zu sichern.
In den Klassen F8 und F9 konnten die Sieger vom Vortag, Tobias Beerensmeyer und Björn Dau erneut gewinnen. Beerensmeyer sicherte so abermals wichtige Punkte für den Titelgewinn des ADAC OWL in der Team-Wertung.
Die F10 wurde am Sonntag dann von Robert Firsching (BMW 320is) vor Bätzel und Gutmann gewonnen.
In der F1 mussten Ralph Rudolf und Martin Schäfer auf ihren Mercedes SLK 230 wegen technischen Problemen verzichten. Schäfer konnte noch auf den Mitsubishi Lancer von Thomas Weber, der dritter in der Klasse umnennen und zeigte, dass er auch auf diesem Fahrzeug schnell unterwegs ist, leistete sich jedoch 3 Pylonenfehler und hatte mit dem Rennausgang nichts mehr zu tun. Die Klasse gewann wie am Vortag Jörg Kuhn.
In der Gruppe H ging dann das große Fahrzeugsterben los. Da bereits am Vortag der Polo von Günter Scheiderer streikte, mussten die Klassen 12 und 13 zusammengelegt werden. Hier gewann dann aus der 1400er Klasse Spöri auf dem Suzuki vor Thomas Weißbeck auf dem 1600er Kadett C mit 22 Hundertstel Vorsprung.
Während Roland Abel auch an diesem Tag wieder alleine in der H15 startete, war die H14 im Training noch recht gut besetzt. Nachdem es dann zu einigen Ausfällen wegen technischen Defekten kam, bestand die Klasse nur noch aus 13 Teilnehmern. Zwar konnte Lars Heisel die Klasse mit Fabelzeiten und einem neuen Streckenrekord von 1:18,69 gewinnen, doch reichte ihm das nun nicht mehr für den zweiten Platz in der DM. Uwe Wenzel (Opel Kadett C) belegte den zweiten Platz. Auf den dritten Platz machte Björn Wiebe auf sich aufmerksam. Der Bergrennfahrer, der schon bei den Bergrennen mit seinem Renault Clio Williams für Aufsehen sorgte, konnte auch hier mit seinem Fronttriebler gegen die starke, ausnahmslos heckgetriebene, Konkurrrenz bestehen.

So endete ein tolles Rennwochenende unfallfrei und mit neuen Meistern. Wir gratulieren Dominik Thiemann sowie dem Team ADAC Ostwesfalen-Lippe, wie auch allen weiteren Platzierten zu ihren Erfolgen.

An diese Stelle möchte sich der AC Kinzigtal noch einmal recht herzlich für die Unterstützung durch seine Sponsoren, Genehmigungsgremien, Mitgliedern und Helfern für die Unterstützen bedanken.

Besonderer Dank geht an die amerikanischen Streitkräfte für die Bereitstellung des Geländes, sowie der Gemeinde Erlensee und dem Main-Kinzig-Kreis für die Unterstützung bei der Genehmigung. Für die Unterstützung bei der Veranstaltung vor Ort danken wir recht herzlich dem DRK Langenselbold, der DLRG Erlensee, der Freiwilligen Feuerwehr Rodenbach, der Freiwilligen Feuerwehr Rückingen, dem THW Erlensee, den Motorsportfreunden vom MSC Mühlheim und MSC Freigericht sowie allen weiteren freiwilligen Helfern.